von Judith Weidermann

Jetzt fürs Sommerwaldheim anmelden

(jw) Sechseinhalb Wochen dauern die Sommerferien – Mama und Papa haben aber nicht so lange Urlaub? Immer nur zu Hause sein ist langweilig – aber verreisen zu teuer? In den ersten drei Wochen der Großen Ferien (30. Juli bis 17. August) bietet das Diakonische Werk Karlsruhe im Gustav-Jacob-Waldzentrum im Hardtwald (Linkenheimer Allee 10, 76133 Karlsruhe) wieder ein aktives und abwechslungsreiches Freizeitprogramm unter pädagogischer Leitung für Kinder von sechs bis zwölf Jahren an. Die Anmeldung ist ab sofort möglich.

In diesem Jahr finden die Freizeiten erstmals in Kooperation mit dem Evangelischen Jugendwerk Karlsruhe statt. Von Montag bis Freitag, 8–17 Uhr wird soviel wie möglich im Freien gespielt und entdeckt, ergänzend gibt es Sport-, Bastel- und Malprojekte sowie gemeinsames Frühstück und Mittagessen. Auf Wunsch werden die Kinder von den Betreuern an der öffentlichen Bushaltestelle und am Parkplatz abgeholt. Die Waldheim-Freizeiten stehen Kindern aller Konfessionen offen.

Infos und Anmeldeformulare: Galina Becker, Telefon 0721 167-149, waldheim@dw-karlsruhe.de

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von Judith Weidermann

Ein Fußballtrikot hilft der Vesperkirche

(jw) Die Karlsruher Vesperkirche ist – inzwischen bereits im fünften Jahr – seit 7. Januar wieder in vollem Gange. Ohne Spenden und ehrenamtliche Unterstützung wäre das Großeprojekt nicht realisierbar.

Die Monsignore Friedrich Ohlhäuser-Stiftung hat daher ihr Crazy Palace Charity Dinner im vergangenen Dezember zu einer Versteigerungsaktion zugunsten der Karlsruher Vesperkirche genutzt. Zum Verkauf stand das Originaltrikot, das Fußballer Toni Kroos beim Champions League Final 2016 in Mailand getragen hat. Dieses Stück Fußballgeschichte wollten Viele gerne besitzen, den Zuschlag erhielt schließlich Stefan Gredler (Gredler + Söhne GmbH in Karlsdorf-Neuthard) für 2.100 Euro.Die Monsignore Friedrich Ohlhäuser-Stiftung stockte den Betrag auf 3.000 Euro auf.

Den Spendenscheck übergab Stiftungs-Vorstand Rüdiger Esslinger heute in der Vesperkirche an Pfarrerin Lara Pflaumbaum und Dieter Eger (Projektleitung Vesperkirche) und betonte: „Die Karlsruher Vesperkirche ist genau wie unsere Stiftung eine Adresse, an die sich Menschen wenden können, denen es am Notwendigsten fehlt. Solche Orte der unbürokratischen und pragmatischen Hilfe, die nicht nur materielle Not lindern, sondern auch Zuwendung und Hoffnung geben, leisten einen ungemein wichtigen Beitrag für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft.“

Die Spende wird u.a. einem ganz konkreten Zweck zugutekommen: „Schon seit Längerem möchten wir gern eine professionelle Brotschneidemaschine anschaffen, um unseren Ehrenamtlichen, die jeden Tag etwa 30 Kilogramm Brot für die kostenlosen Vesperbeutel schneiden und belegen, die Arbeit ein bisschen zu erleichtern“, berichtete Dieter Eger mit Dank an die Stiftung – und an den entscheidenden Bieter Stefan Gredler.

Foto (jw): v.l. Dieter Eger, Stefan Gredler (Gredler + Söhne GmbH), Rüdiger Esslinger (Vorstand Ohlhäuser-Stiftung), Lara Pflaumbaum und Gudrun Troes (Vorstand Ohlhäuser-Stiftung) bei der Scheckübergabe im Altarraum der Vesperkirche

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von Judith Weidermann

„Ich will dem Durstigen geben …“

(jw) Zum fünften Mal hat am Sonntag, 7. Januar, die Zeit der Karlsruher Vesperkirche am Werderplatz begonnen. Vier Wochen lang kann Jeder und Jede dort kostenlos Kaffee und Kuchen genießen, für einen Euro ein warmes Mittagessen erhalten – oder sich einfach nur aufwärmen und mit den übrigen Gästen und Helfern/-innen ins Gespräch kommen.

Im Rahmen des Eröffnungsgottesdienstes führte Schuldekan Pfarrer Thomas Schwarz die Gemeindediakonin Daniela Unmüßig als neue Bezirksjugendreferentin in Karlsruhe in ihr Amt ein. Der Gebärdenchor um Prädikant Stefan Heidland sowie der Gospelchor „The Good News Family“ sorgten für fröhliche Stimmung und ein buntes Gottesdienstprogramm, dessen Abschluss die offizielle Eröffnung der 5. Vesperkirche durch ihren Schirmherrn, Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, bildete.

Dass fünf „erfolgreiche“ Jahre Vesperkirche aber nicht nur Anlass zu purer Freude, sondern auch zum Nachdenken geben, stellte Pfarrer Wolfgang Stoll (Direktor Diakonisches Werk Karlsruhe) zuvor in seiner Ansprache fest: Es sei traurig, dass trotz sprudelnder Steuereinnahmen die Anzahl wohnungsloser Menschen weiter steige. Vor diesem Hintergurnd sei die Vesperkirche von großer Bedeutung. Durch sie werde vier Wochen lang Armut sichtbar – aber auch, dass die evanglische Kirche und ihre Diakonie mit Unterstützung der Stadt Karlsruhe etwas dagegen tun.

Pfarrerin Lara Pflaumbaum dankte vor allem den über 380 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, welche den Vesperkirchen-Betrieb durch ihren täglichen Einsatz am Laufen halten: „Es sind einige dabei, die selbst nicht viel haben und die genau wissen, wie gut es tut, für wenig Geld etwas zu bekommen.“ Analog zur Jahreslosung für 2018 – Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. Offb 21,6 – sei auch die Vesperkirche „ein Vorgeschmack darauf, dass unser aller, wie auch immer gearteter Lebensdurst irgendwann gestillt wird durch Gott selbst“.

 

Hintergrund

Die Karlsruher Vesperkirche ist ein Kooperationsprojekt des Diakonischen Werks Karlsruhe, der Evangelischen Kirche in Karlsruhe und der Johannis-Paulus-Gemeinde. Sie finanziert sich überwiegend durch Spenden und kann nur mit Hilfe ehrenamtlichen Engagements realisiert werden.

Jeweils vier Wochen lang im Winter erhalten in der Johanniskirche am Werderplatz Bedürftige für 1 Euro ein warmes Mittagessen; gratis sind Kaffee und Kuchen sowie ein Vesperbeutel zum Mitnehmen. Regelmäßig gibt es vor Ort kostenlose Arzt- und Tierarztsprechstunden, Sozialberatung und Friseur, Kinderprogramm und Seelsorge. Von über 380 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sind jeweils 55 täglich im Einsatz und servieren bis zum Ende einer Vesperkirche insgesamt rund 7.500 Mahlzeiten. Jeder Vesperkirchentag endet um 16 Uhr nach der Andacht.

Die Karlsruher Vesperkirche 2018 dauert von 7. Januar bis 4. Februar.

Infos
www.vesperkirche-karlsruhe.de
Spendenkonto: Karlsruher Vesperkirche • Spk Karlsruhe Ettlingen •  BIC: KARSDE66XXX • IBAN: DE56660501010108179672

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von Judith Weidermann

„Danke, liebes Christkind!“

(jw) „Eine Puppe für Lina, 2 Jahre“ – „Ein Bagger für Marco, 3 Jahre“: Kurz vor Weihnachten gab es bereits eine kleine Bescherung in der Familienberatungsstelle des Diakonischen Werks Karlsruhe: Die DEVK-Geschäftsstelle in Germersheim und deren Kunden erfüllten insgesamt 65 Kindern von Frauen und Familien, die das Beratungsangebot nutzen, einen Weihnachtswunsch.

Ende November hatten die Eltern die Möglichkeit gehabt, je einen Geschenkewunsch im Wert von rund 20 Euro für ihr Kind auf einem Kärtchen zu notieren. Diese wurden an den „Wunschbaum“ der DEVK in Germersheim geheftet, wo sich Kundinnen und Kunden in der Vorweihnachtszeit je ein Kärtchen aussuchen, das entsprechende Geschenk kaufen und wieder in der Geschäftsstelle abgeben konnten. „Die Resonanz war überwältigend“, berichtet Geschäftsstellenleiterin Nathalie Brauns erfreut. „Wir wollten zu Weihnachten keine anonyme Spendenaktion, sondern etwas ganz Konkretes auf die Beine stellen. Jedes Kind sollte genau das Geschenk bekommen, das er oder sie sich gewünscht hat.“ Die Unterstützung durch die Kundinnen und Kunden sei enorm gewesen, so Nathalie Brauns: „Man hat uns die Wunschkarten geradezu aus den Händen gerissen.“

Am Donnerstag vor Heiligabend brachte Nathalie Brauns die Geschenke in die Beratungsstelle im Diakonischen Werk. „Nicht nur die Kinder selbst – auch meine Kolleginnen und ich freuen uns sehr über diese schöne Aktion“, erklärt Sozialarbeiterin Regina Hirsch. Denn viele der Mütter und Väter, die derzeit im Kontakt mit der Beratungsstelle stehen, seien finanziell so schlecht gestellt, dass sie nicht alle Wünsche ihrer kleinen Kinder zu Weihnachten erfüllen könnten. „Für das Engagement der DEVK-Mitarbeitenden und Kunden sind wir deshalb sehr dankbar.“

Foto (DW): Sogar ein kleiner „Nikolaus“ konnte sich über sein Geschenk freuen.

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von Judith Weidermann

Gestatten: „Luis.e“

(jw) Die Beratungsstelle für Prostituierte im Diakonischen Werk Karlsruhe hat seit Dezember einen Namen: Mit  „Luis.e“ werde zum einen auf den Standort der Beratungsstelle in der Luisenstraße 53 Bezug genommen, zum anderen wolle man der Geschlechtervielfalt der Klientel Rechnung tragen, erklärt Sozialarbeiterin Hanna Lindenfelser.

„Wir sind vor drei Jahren zwar offiziell als Beratungsstelle für Frauen gestartet, aber in der Prostitution ist die Vielfalt der Geschlechter Realität.“ Immer wieder erreichten die Beraterinnen auch Anfragen männlicher Sexarbeiter, so Hanna Lindenfelser. „Und in unserer aufsuchenden Arbeit in Etablissements beraten wir häufig Transgender – also Menschen, deren Geschlechtsidentität von dem bei der Geburt biologisch diagnostizierten Geschlecht abweicht. Mit dem bewusst gesetzten Punkt im neuen Namen wollen wir zeigen, dass wir für alle Menschen offen sind.“

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von Judith Weidermann

„Gute Reise, mein Freund“

 
„Wir wollen jetzt zur Ruhe kommen und an die Menschen denken, die uns wichtig sind und leider von uns gehen mussten“, mit diesen Worten eröffnete Pfarrerin Lara Pflaumbaum den Abschiedsgottesdienst in der evangelischen Johanniskirche am Werderplatz. Am 12. Dezember fand in der Kirche in der Karlsruher Südstadt ein Gottesdienst für Menschen statt, die 2016 und 2017 Freunde verloren haben, weil diese verstorben sind. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von dem Sänger und Gitarristen Billy. Petra Krauth und Eric Kramer, Mitarbeiter des get IN und die Pfarrerin Lara Pflaumbaum gestalteten den Gottesdienst. Das get IN ist eine Anlauf- und Kontaktstelle für DrogengebraucherInnen, sowie Bestandteil des integrierten Gesamtkonzeptes der Drogenhilfe der Stadt Karlsruhe und steht unter Trägerschaft der AWO Karlsruhe gemeinnützige GmbH.
 
„Für unsere Klient*innen ist es wichtig, Abschied von ihren verstorbenen Freunden und Bekannten nehmen zu können. Denn bei den offiziellen Trauerfeiern, die die Familien ausrichten, sind sie meistens nicht erwünscht, weil Sie z.B. alkoholisiert sind oder Drogen konsumiert haben,“, erklärt Petra Krauth, „oder sie wissen gar nicht wann die Beerdigung stattfindet, weil sie anonym erfolgt, wenn kein Kontakt mehr zu den Angehörigen mehr besteht.“
 
Diese Möglichkeit wurde ihnen jetzt in dem Trauergottesdienst in der Johanniskirche gegeben. Im Laufe des Gottesdienstes lasen die Mitarbeiter*innen des get IN die Namen aller 37 Menschen, die in den letzten zwei Jahren verstorben sind vor und hängten Schilder mit den Namen an eine Pinnwand. Im Anschluss konnten die anwesenden Trauergäste ihre Wünsche, Gedanken und Hoffnungen aufschreiben und zu den Namen an die Pinnwand heften. „Gute Reise mein Freund“ stand auf einem der Zettel – wie wichtig, diese Akte für die anwesenden Menschen waren, war deutlich zu spüren.
Somajeh Noheh-Khan, AWO
 

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von Judith Weidermann

Adventsstimmung auf dem Werderplatz ...

(jw) Seit dem vergangenen Wochenende strahlt der Werderplatz vor der Johanniskirche wieder Adventsstimmung aus: Am Samstag, 9. Dezember bastelten Anwohner und deren Kinder gemeinsam mit den Streetworkern im Diakonischen Werk Karlsruhe sowie Mitgliedern der Johannis-Paulus-Gemeinde im Rahmen ihrer jährlichen gemeinsamen Christbaum-Aktion kreativen Weihnachtsschmuck und schmückten damit die große Tanne vor der Johannis-Paulus-Kirche. Bei heißer Suppe, Kuchen, Kinderpunsch und weihnachtlicher Musik konnten die frostigen Temperaturen der guten Stimmung nichts anhaben. 16 Schülerinnen und Schüler der Berufsschulstufe der Albschule Karlsruhe hatten bereits am Tag zuvor gemeinsam mit ihren Lehrern, den Streetworkern und dem Team des Café DIA den Indinanerbrunnen mit Tannengrün und Christbaumschmuck festlich verziert.

„Wir brauchen diese positiven Aktionen auf dem Werderplatz, weil sie sichtbare Zeichen der Solidarität sind und zeigen, welch ein gutes Miteinander es hier geben kann“, erklärte Dr. Martina Hillesheimer von der Bürgergesellschaft Südstadt. Die Bürgergesellschaft unterstützt traditionell die Christbaumaktion zusammen mit lokalen Einzelhändlern – verbunden mit dem Wunsch, die nicht immer konfliktfreie Situation am Indianerbrunnen zu entspannen und die farbenfrohe Vielfalt der Südstadt widerzuspiegeln.

„Auch unsere Klientinnen und Klienten bringen sich beim Adventsschmücken immer gerne ein“, betont Streetworkerin Gabriela Burdeti die Bedeutung der gemeinsamen Aktion. „Miteinander etwas Schönes schaffen – das hilft den einen dabei, Berührungsängste abzubauen, und den anderen ermöglicht es Teilhabe am gesellschaftlichen Alltag.“

 

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von Judith Weidermann

Einen Tag lang Gutes tun

(jw) Bereits zum zweiten Mal war ein „Serve the City“-Team Ende November für einen Tag im Appartementhaus des Diakonischen Werks Karlsruhe im Einsatz: Nachdem die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer bei der letzten Aktionswoche bereits den Flur eines der beiden Wohn-Stockwerke sowie den Computerraum verschönert hatten, bekam diesmal eine der beiden Gemeinschaftsküchen einen neuen Anstrich – und der Einbau eines Fahrradstellplatzes wurde vorbereitet.     

Das Appartementhaus in der Rüppurrer Straße 58 ist eine Wohneinrichtung für ehemals obdachlose Menschen mit einer psychischen Erkrankung, – die auf dem normalen Wohnungsmarkt praktisch keine Chance haben, eine angemessene Unterkunft zu finden. Ein dreiköpfiges Team von Sozialarbeitern/-innen unterstützt die Bewohnerinnen und Bewohner beim Finden und Aufrechterhalten einer regulierenden Tagesstruktur und steht für Beratung und Gespräche sowie für praktische Unterstützung im Alltag – beispielsweise bei Behördengängen – bereit.

Insgesamt stehen im Appartementhaus 16 Ein-Zimmer-Appartments zur Verfügung, die aktuell von je acht Männern und Frauen bewohnt werden. „Für die Unterstützung durch Serve the City – jetzt sogar schon zum zweiten Mal – sind wir ganz besonders dankbar“, freut sich Ulrike Frey vom Betreuerteam. „Denn das Hausmeisterpersonal ist mit seinem regulären Tagesgeschäft mehr als ausgelastet – und eine Firma zu beauftragen, würde vermutlich unser Budget sprengen.“   

„Serve the City“ in Karlsruhe wird von Studierenden organisiert und setzt vor allem auf Niederschwelligkeit: Über ein Ehrenamtsportal kann sich Jede/-r melden, der sich – ganz individuell seinen Begabungen entsprechend – engagieren möchte: Unterstützt werden soziale Einrichtungen; die Einsätze dauern maximal wenige Tage und ziehen für die Helfenden keine Folgeverpflichtungen nach sich.  

Foto (jw): Gute Stimmung im Appartementhaus: Ulrike Frey und David Ostern (jeweils ganz außen) und das Helfer-Team von "Serve the City"

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von Judith Weidermann

Helfen, wo Hilfe gebraucht wird

Am 6. Dezember übergab Andreas Mörder, Geschäftsführer der INIT GmbH, die traditionelle INIT-„Weihnachtsspende“ – in diesem Jahr jeweils eine Summe von 5.000 EUR an Stefanie Hügin (Evang. Jugendwerk Karlsruhe) und Melanie Ring (Leiterin des Café DIA) sowie an Camille Lüdecke, Johannes Klein und Marek Fritz von Engineers Without Borders – KIT e.V. (EWB).

Nachhilfestunden für Kinder aus sozial schwachen Familien
Das Café DIA gehört zum Projekt Karlsruher Vesperkirche, getragen vom Diakonischen Werk Karlsruhe und der Johannis-Paulus-Gemeinde. Das Evang. Jugendwerk bietet verschiedene Dienstleistungen wie Freizeitangebote, Schulung und Beratung von Kindern, Jugendlichen und Ehrenamtlichen in der Kinder- und Jugendarbeit in den Gemeinden an und vertritt deren Interessen. „Rund 20 Kinder und Jugendliche aus sozial schwächeren Familien nutzen regelmäßig unser Nachhilfeangebot für drei Euro pro Stunde“, erklärt Stefanie Hügin. Der Bedarf sei allerdings deutlich höher. Die „Nachhilfelehrer“ sind meist Studierende oder auch Männer und Frauen im Ruhestand, die sich hierbei für ein kleines Entgelt – oder auch ehrenamtlich engagieren.

Künftig soll das niederschwellige Nachhilfeangebot der Jugendwerks in Kooperation mit dem Café DIA ergänzt werden: Dort wird derzeit ganzjährig ein Treffpunkt am Vormittag angeboten, in Zukunft sollen speziell Kinder Jugendliche auch am Nachmittag die Möglichkeit haben, zusammenzukommen und Nachhilfestunden zu erhalten. „Kinder aus einkommensschwachen Familien können sich Nachhilfe nicht selbstverständlich leisten“, betont Andreas Mörder. Die INIT-Spende trage damit zur Chancengleichheit bei, was INIT ein besonderes Anliegen ist.

Der zweite Spendenempfänger, das EWB-Projekt Gramodaya in Indien der Hochschulgruppe Engineers Without Borders – Karlsruhe Institute of Technology e.V. hat zum Ziel, die Lebenssituation der Menschen im Dorf Hudisahi zu verbessern, die Dorfgemeinschaft zu stärken und einen schonungsvolleren Umgang mit natürlichen Ressourcen zu erreichen. Durch den Bau eines Gemeindehauses mit Photovoltaikanlage verfügen die Dorfbewohner über einen Versammlungs- und Lernraum, in dem Schüler dank Licht auch abends lernen können. Biogasanlagen ermöglichen umweltschonendes Kochen.

Die Weihnachtsspende hat bei INIT Tradition
Schon seit Jahren nimmt das Unternehmen die Adventszeit zum Anlass, wohltätige Projekte und Organisationen im Rahmen einer Weihnachtsspende besonders zu unterstützen. Die Entscheidung für ein internationales und ein regionales Projekt soll sowohl die internationale Ausrichtung des Unternehmens als auch die lokale Verbundenheit widerspiegeln.

Foto (jw): v.l. Marek Fritz, Johannes Klein, Camille Lüdecke, Andreas Mörder, Melanie Ring und Stefanie Hügin

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von Judith Weidermann

„Ihr habt mir ermöglicht, hier zur Ruhe zu kommen“

(jw) Die Karlsruher Hospizwohnung in der Uhlandstraße 45 stellt ihren Dienst nach eineinhalb Jahren Bestehens zum 30. November  2017 ein. „Wir gehen diesen Schritt schweren Herzens, aber auch fachlich gerechtfertigt“, erklären Pfarrer Wolfgang Stoll, Direktor des Diakonischen Werks Karlsruhe und Christine Ettwein-Friehs, Leiterin von Hospiz in Karlsruhe.

Die Karlsruher Hospizwohnung war – als erste bundesweit – im April 2016 eingeweiht und im darauffolgenden August offiziell eröffnet worden. Das Konzept hatte vorgesehen, schwer kranken oder sterbenden Menschen, die nicht mehr zu Hause betreut werden konnten, eine alternative Möglichkeit zum Pflegeheim oder einem stationären Hospiz zu bieten. Insgesamt standen sechs Wohnplätze zur Verfügung. Der tatsächliche Bedarf habe sich allerdings – zumindest innerhalb der bisherigen Projektlaufzeit – als niedriger erwiesen, wodurch die Wohnung nicht ausgelastet werden konnte, erläutert Wolfgang Stoll. Um ein allzu großes finanzielles Defizit zu vermeiden, sei dieser Schritt nun leider notwendig geworden.

Dankbar sei man indes für die reiche Unterstützung, welche die Hospizwohnung zu jeder Zeit von allen Seiten erfahren habe, „sei es in finanzieller Hinsicht durch Spenden und Sponsoren – oder in ideeller Hinsicht etwa durch die Solidarität in der Nachbarschaft, durch die Stadt Karlsruhe sowie die lokalen Medien.“     

„Zehn Menschen haben in den vergangenen Monaten ihre letzte Lebenszeit in der Hospizwohnung verbringen können – in ruhigen, barrierefreien und freundlich gestalteten Räumen, und unter der verlässlichen Anwesenheit von kompetenten Präsenzkräften“ resümiert Christine Ettwein-Friehs. Für diese sei es genau die richtige Umgebung gewesen, in der sie sich hätten wohl fühlen und ein selbstbestimmtes, umfriedetes Leben bis zuletzt hätten führen können. „Ihre dankbaren Rückmeldungen und die ihrer Angehörigen haben uns gezeigt, dass wir – trotz der Hürden, die aktuell noch nicht überwunden werden konnten – auf dem richtigen Weg waren“, betont die Religionspädagogin die Bedeutung des Projekts. 

Träger der Karlsruher Hospizwohnung waren das Diakonische Werk und der Caritasverband Karlsruhe. Finanziell gefördert wurde das Projekt neben Spenden u.a. durch die Stadt Karlsruhe und die Rentenlotterie GlücksSpirale. Für die nun frei werdenden räumlichen Kapazitäten – die Altbauwohnung in der Uhlandstraße 45 war Anfang 2016 aufwändig saniert und barrierefrei sowie für Pflegeeinsatz bedarfsgerecht umgebaut worden – werden nun adäquate alternative Nutzungsmöglichkeiten geprüft.

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