von Judith Weidermann

Aufenthaltsraum „A3“ eröffnet in der Südstadt

(jw) Nach dem Gemeinderatsbeschluss vom 24. April kann das in der Südstadt geplante Aufenthalts-, Beratungs- und Betreuungsangebot „A3“, in dem auch Alkoholkonsum erlaubt ist, umgesetzt werden. Männer und Frauen, die sich sonst tagsüber eher im Bereich des Werderplatzes aufgehalten und Alkohol getrunken haben, sollen hier tagesstrukturierende Beschäftigungsmöglichkeiten finden und bei Bedarf die Beratungs- und Hilfeangebote im Diakonischen Werk Karlsruhe bzw. die Vermittlung zu weiteren Diensten nutzen können. A3 stellt insofern eine Erweiterung des Arbeitsbereichs Streetwork im Diakonischen Werk dar, „nur mit dem Unterschied, dass hier eben – anders als in anderen Hilfe-Einrichtungen – auch das mitgebrachte Bier oder der Wein getrunken werden dürfen“, erläutert Direktor Wolfgang Stoll das niederschwellige Konzept. „Unsere Sozialarbeiter sind während der gesamten Öffnungszeiten anwesend und gewährleisten einen ungestörten Aufenthalt.“

Ziel von A3 sei es nicht, Menschen von anderen Plätzen und aus anderen Stadtteilen in der Südstadt zu versammeln, sondern denjenigen, die sich dort bereits aufhalten, eine Perspektive zur aktiven Gestaltung ihres Alltags zu geben. Beispielsweise werden sich Klienten bereits am nun beginnenden Umbau der Räumlichkeiten beteiligen und später u.a. im Straßenreinigungs-Team der Streetworker mitarbeiten können.

Es komme nun auf ein gut geplantes Zusammenspiel der sozial- mit den ordnungspolitischen Maßnahmen an, betont Stoll: „Sinnvollerweise sollte das geplante Alkoholverbot für den Werderplatz erst dann in Kraft treten, wenn A3 bereits eine gewisse Zeit in Betrieb ist; dadurch entsteht quasi ein zusätzlicher Anreiz für die Leute, dieses Angebot dann auch tatsächlich wahrzunehmen.“ 

A3 wird voraussichtlich im Sommer 2018 eröffnet. Es ist eine von mehreren Maßnahmen, die von der AG Werderplatz gemeinsam entwickelt wurden, um die dortige Situation nachhaltig zu entspannen. Die tägliche Öffnungszeit beträgt sechs Stunden (später Vor- bis zum Nachmittag), „mehr können wir aktuell mit den uns zur Verfügung stehenden personellen Ressourcen nicht realisieren“, so Anita Beneta, Bereichsleitung Soziale Arbeit im Diakonischen Werk. „Das Konzept ist zwar nicht ganz neu, aber in dieser Form einzigartig in Baden-Württemberg“, so Wolfgang Stoll. A3 sei ein hochspannendes soziales Projekt, nicht zuletzt deshalb, weil bei seiner Umsetzung Grenzen überschritten würden – auch politische – die gewöhnlich nicht überschritten werden dürften. 

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von Judith Weidermann

BEM-Verfahren für Mitarbeitende verabschiedet

(jw) Im Diakonischen Werk Karlsruhe ist die Vereinbarung über das Verfahren zum Betrieblichen Wiedereingliederungsmanagement, kurz BEM, für alle Mitarbeitenden in Kraft getreten. Eine entsprechende Dienstvereinbarung unterschrieben am 18. April der Direktor des Diakonischen Werks Pfarrer Wolfgang Stoll (Foto (jw): links) und Tom Schreer, Vorsitzender der Mitarbeitendenvertretung.

Im BEM-Verfahren sind Vorgehen und Maßnahmen festgehalten, die helfen sollen, Mitarbeitenden nach längerem Dienstausfall wegen Krankheit den Wiedereinstieg zu erleichtern - und einem möglichen erneuten krankheitsbedingten Arbeitsausfall gemeinsam vorzubeugen. Die Teilnahme am BEM-Verfahren ist für die betroffenen Mitarbeitenden freiwillig.

Zufrieden mit der neuen Dienstvereinbarung zum BEM-Verfahren: (v.l.) Wolfgang Stoll und Silke Morlok-Wiegele (Vertreter Dienststellenleitung)
sowie Christoph Setzler, Alexander Brunner und Tom Schreer (Vertreter MAV).

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von Judith Weidermann

Wie perfekt muss Leben sein?

(jw) Im Rahmen der „Woche für das Leben“ war die Schwangeren- und Familienberatung des Diakonischen Werks Karlsruhe am 18. April mit einem Infostand in der Elisabeth-Selbert- Berufsschule in Karlsruhe präsent (Fotos: jw). Thema der Aktionswoche war in diesem Jahr der unter dem Motto „Kinderwunsch. Wunschkind. Unser Kind!“ subsumierte Komplex Pränataldiagnostik. Gemeinsam mit Kolleginnen weiterer Karlsruher Familienberatungsstellen, einer Hebamme und einer Gynäkologin sowie mit Unterstützung des Kollegiums der Schule beantworteten Ursula Kunz und Silke Burkhardt-Diem die Fragen der Jugendlichen, jungen Frauen und Männer und informierten rund um Schwangerschaft, Geburt, Hilfeangebote usw.

Mit herausfordernden Fragen und Thesen an Infotafeln wie „Wenn ich erfahre, dass mein Kind behindert ist, bekomme ich es trotzdem.“ oder „Ein behindertes Kind – das muss doch heutzutage nicht mehr sein.“ regten die Beraterinnen die Schülerinnen und Schüler zur Diskussion an. „Wir waren angenehm überascht, wie groß doch die Bereitschaft der jungen Leute – auch der Jungs – war, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen“,  bemerkt Ursula Kunz. Und dass die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler moderner pränataler Diagnostik oder der Option, ein behindertes Baby abzutreiben zu lassen, eher kritisch gegenüberstand.

Der Aktionstag wollte neben dem Impuls-Setzen vor allem der Information dienen, so die Sozialpädagogin: Junge Männer und Frauen sollen wissen, an wen sie sich im Falle einer Schwangerschaft wenden können, wenn sie Fragen haben, Beratung oder Hilfe brauchen.

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von Judith Weidermann

"Centspenden" - viele schaffen mehr

(VB) Im Jahr 2014 führte die Volksbank Ettlingen eG auf Initiative der Mitarbeitenden die sogenannte "Centspende" ein. Auf freiwilliger Basis hat jeder Mitarbeitende die Möglichkeit, seine monatliche Gehaltszahlung auf den nächsten Euro abrunden zu lassen. Die Centbeträge werden angesammelt und einem gemeinnützigen Zweck gespendet. So kam bis heute insgesamt eine stolze Spendensumme in Höhe von 4.000 Euro zusammen. "Ich war von der Idee sofort begeistert und freue mich über die große Beteiligung unter unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern," so Wolfram Trinks, Sprecher des Vorstandes der Volksbank Ettlingen eG.

2.000 Euro gingen an das Diakonische Werk Karlsruhe, zur Unterstützung des Kinderhospizdienstes im Stadt- und Landkreis Karlsruhe. Bei der Diagnose einer lebensverkürzenden Erkrankung von Kindern und Jugendlichen steht das Leben einer Familie komplett auf dem Kopf. Die Botschaft der Kinderhospizarbeit für die betroffenen Familien ist, dass sie den schweren Weg nicht allein gehen müssen. Hier kann auf die Unterstützung haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitender, aber auch von Spendern und Förderern vertraut werden. Jelena Kuhar Papesa (Diakonisches Werk Karlsruhe) betonte die Wichtigkeit und die große Bedeutung dieser Spende für den Kinderhospizdienst. Allen Spendern sprach sie ihren Dank für diese großzügige Unterstützung aus.

Mit weiteren 2.000 Euro wurde die Stiftung "Lernen", eine Unterstiftung der Ettlinger Bürgerstiftung, bedacht. Zweck der Stiftung ist die Förderung der Bildung und Ausbildung von Kindern im vorschulischen Bereich.

Trinks sprach allen, die sich hier so stark engagieren, sein Kompliment und seinen Dank aus. Hier könne sicher noch viel Gutes erreicht werden. Sein Appell geht an alle Unternehmen, darüber nachzudenken, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit der Centspende anzubieten, denn: Ein kleiner Beitrag jedes Einzelnen kann in der Gesellschaft Großes bewegen - getreu dem genossenschaftlichen Motto: "Viele schaffen mehr."

Foto: Volksbank Ettlingen

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von Judith Weidermann

Antirassismustraining im Evang. Migrations Centrum

(jw) In unserem Alltag – in persönlichen Gesprächen und in den Medien – werden wir immer wieder mit abwertenden und menschenfeindlichen Parolen konfrontiert. Wer sich für Geflüchtete und für eine vielfältige Gesellschaft einsetzt, ist zunehmend gezwungen, sich zu rechtfertigen.

Beim nächsten Ehrenamtsabend im Evangelischen Migrations Centrum können sich Besucher/-innen kritisch mit den Themen Rassismus und Menschenfeindlichkeit auseinandersetzen, Anti-Rassismus-Theorien reflektieren und sich so für den Einsatz für eine friedliche und offene Gesellschaft stärken. Referentin ist Franziska Vorländer vom Netzwerk für die Arbeit mit geflüchteten jungen Menschen in der Evangelischen Jugend Baden.

Termin: Donnerstag, 26. April, 18 bis 20 Uhr

Ort: Ev. Migrations Centrum, Bilfinger Str. 5, Karlsruhe-Durlach

Der Eintritt ist frei. 

Infos: www.emc-karlsruhe.de

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von Judith Weidermann

Mitradeln und Gutes tun

Die Initiative "Karlsruher Spendenradeln 2018" unterstützt in diesem Sommer mehrere Arbeitsbereiche im Diakonischen Werk Karlsruhe: die Trauerarbeit von Hospiz in Karlsruhe, das Zentrum für seelische Gesundheit und den Tagestreff TÜR, den Kinderhilfsfonds Karlsruhe sowie die Karlsruher Bahnhofsmission.

Beim Spendenradeln werben Karlsruher Unternehmen auf Fahrrad-Displays: radgroße Kunststoffscheiben in den Vorderradspeichen der Räder von Karlsruher Radfahrern/-innen. Als Gegenleistung spenden die Unternehmen für einen der oben genannten Bereiche sozialer Arbeit - für welchen, entscheidet jedes für sich selbst. Als Radfahrer können Mitarbeitende der Unternehmen, aber auch alle übrigen interessierten Karlsruherinnen und Karlsruher teilnehmen. Ort und Zeitpunkt der Ausgabe der Fahrrad-Displays wird über die Website: www.karlsruher-spendenradeln.de bekanntgegeben. 

Um zahlreiche Unternehmen für die Aktion zu gewinnen und eine möglichst hohe Reichweite zu erzielen, freut sich die Initiative über viele Besuche und Likes auf ihrer Facebookseite: 

https://www.facebook.com/Karlsruher-Spendenradeln-512155849171177/

Darüber hinaus nehmen die Gründer am Ideenwettbewerb Elevator Pitch BW Social Impact Cup teil und freuen sich über jede Stimme, um in die Vorauswahl zu kommen:

https://www.startupbw.de/wettbewerbe/elevatorpitch/projekt/httpswwwstartupbwdeelevatorpitchprojektmeinfahrradspendet/

Fragen zur Aktion beantwortet gern die Gründerin der Initiative, Carolin Holat, unter Telefon 0176 85951410 oder per Mail an info@karlsruher-spendenradeln.de.

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von Judith Weidermann

„Sweethearts“ kaufen für einen guten Zweck

Der Reinigungsprodukte-Vertreiber proWIN Winter GmbH aus Illingen führt bis 30. April 2018 eine besondere Charity-Aktion durch: Beim Verkauf herzförmiger Putztücher, den sogenannten „Sweethearts“, sammeln die Vertriebspartner Punkte – für ein kleines „Sweetheart“ 1 Punkt, für ein großes 1,5 Punkte. Pro Punkt fließen vier symbolische Euro in einen Spendentopf zugunsten des Kinderhospizdienstes für Stadt und Landkreis Karlsruhe im Diakonischen Werk Karlsruhe. Ist ein Punktestand von 250 erreicht, wird proWIN die Spende in Höhe von 1.000 Euro übergeben, bei 500 Punkten 2.000 Euro, usw.

  • Die „Sweethearts“ können bei Monika Brunner unter Telefon 0170 6161122 oder per Mail an  brunnermonika@web.de  bestellt werden.

Die Lebenssituation ändert sich schlagartig, wenn bei jungen Menschen eine unheilbare Krankheit diagnostiziert wird und absehbar ist, dass sie sterben müssen. Damit das Familienleben trotzdem möglichst gut gelingt, gilt es, die Lebensqualität der Kinder, Eltern und Geschwister unter Einbezug ihres gesamten sozialen Umfeldes zu verbessern. Hauptamtliche Mitarbeiterinnen des Kinderhospizdienstes für Stadt und Landkreis Karlsruhe stellen den Kontakt zur Familie her, beraten alle Beteiligten, vermitteln ehrenamtliche Familienbegleiter, organisieren weitergehende Betreuung und bieten auch Hilfestellung in den Kinder- und Jugendtrauergruppen sowie im Gesprächskreis für trauernde Mütter.

Infos: www.prowin.net

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von Judith Weidermann

Fachbereiche ziehen um

(jw) Dem Gemeindehaus in der Johannis-Paulus-Gemeinde in der Südstadt, Luisenstraße 53, stehen umfassende Renovierungsarbeiten bevor. Die davon betroffenen Fachbereiche des Diakonischen Werks Karlsruhe ziehen daher für den Zeitraum des Umbaus mit ihren Büros und Beratungsstellen in andere Räumlichkeiten innerhalb des Stadtgebiets um. Sie erreichen künftig

 - die Allgemeine Sozialberatung in der Kriegsstraße 47a (im IKARUS Arbeitslosenberatungszentrum), Telefon 0721 204837-38 und -39 (ab 22. März),
- das Fachteam Frühe Kindheit in der Kaiserstraße 172, Telefon 0172 8820449 und 0172 8820435,
- die Beratungsstelle für Prostituierte Luis.e in der Kaiserstraße 172, Telefon 0721 831849-41.

Neben altersbedingt notwendigen Sanierungsmaßnahmen im Gemeindehaus aus den 1920er Jahren sollen die Räumlichkeiten künftig vor allem komplett barrierefrei sein. Die Umbauarbeiten werden voraussichtlich Anfang 2019 abgeschlossen sein.

 

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von Judith Weidermann

4. März-2. April: Ausstellung "Was bleibt."

(cm) Wer bin ich, und was habe ich in meinem Leben erreicht? Was werde ich einmal hinterlassen? Sind das neben materiellen Dingen vielleicht auch Erinnerungen und Erfahrungsschätze? Was davon kann ich anderen, die nach mir kommen, geben und mit ihnen teilen?
Diese Fragen stellen sich viele Menschen in ihrem Leben, und das oft mehrmals. Die Ausstellung „Was bleibt.“, zu der die Evangelische Kirche in Karlsruhe und das Diakonische Werk Karlsruhe gemeinsam einladen, greift diese Aspekte auf. Von Sonntag, 4. März bis Montag, 2. April ist sie in der Krypta der Evangelischen Stadtkirche Karlsruhe zu sehen. Besucher werden ermutigt, den Gedanken an die eigene Endlichkeit nachzugehen. Es werden Impulse gegeben zu Themen wie Weitergeben, Schenken, Stiften und Vererben.

Die Ausstellung wird am Sonntag, 4. März im Gottesdienst in der Evangelischen Stadtkirche eröffnet. Beginn ist um 10.30 Uhr.

Öffnungszeiten sind mittwochs bis freitags jeweils von 16 bis 19 Uhr sowie samstags und sonntags jeweils von 12 bis 16 Uhr.

Infos
„Was bleibt.“ ist eine gemeinsame Initiative der Evangelischen Kirchen und Diakonischen Werke in Baden, Bayern und Württemberg sowie im Rheinland, der Nordkirche und der Mitteldeutschen Kirche sowie der Dekanate Kronberg (Hessen-Nassau) und Hattingen-Witten (Westfalen).
www.was-bleibt.de

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von Judith Weidermann

„Von der Weisheit am Lebensende lernen“

Von Freitag, 2. bis Sonntag, 4. März bietet Hospiz in Karlsruhe wieder ein Orientierungsseminar für Männer und Frauen an, die sich für ehrenamtliche Mitarbeit im ambulanten Hospizdienst interessieren.
Die Teilnehmenden werden für diese Tätigkeit sensibilisiert und vertiefen ihre Kenntnisse. Sie lernen hauptamtlich Mitarbeitende kennen, erhalten Impulse aus allen Dimensionen des Menschseins (Palliative Care) und setzen sich mit dem Thema Vorsorge am Lebensende (Patientenverfügung, Vollmachten etc.) auseinander.
Die Kursteilnahme verpflichtet nicht zur Fortsetzung der Vorbereitung auf die ehrenamtliche Mitarbeit.

Teilnahmegebühr: 50 Euro
Ort: Kaiserstraße 172, 76133 Karlsruhe
Infos und Anmeldung: hospiz@dw-karlsruhe.de oder Telefon 0721 831849-25

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