Wie perfekt muss Leben sein?

von Judith Weidermann

Beraterinnen des Diakonischen Werks informierten in der "Woche für das Leben" Jugendliche über Schwangerschaft und Pränataldiagnostik

(jw) Im Rahmen der „Woche für das Leben“ war die Schwangeren- und Familienberatung des Diakonischen Werks Karlsruhe am 18. April mit einem Infostand in der Elisabeth-Selbert- Berufsschule in Karlsruhe präsent (Fotos: jw). Thema der Aktionswoche war in diesem Jahr der unter dem Motto „Kinderwunsch. Wunschkind. Unser Kind!“ subsumierte Komplex Pränataldiagnostik. Gemeinsam mit Kolleginnen weiterer Karlsruher Familienberatungsstellen, einer Hebamme und einer Gynäkologin sowie mit Unterstützung des Kollegiums der Schule beantworteten Ursula Kunz und Silke Burkhardt-Diem die Fragen der Jugendlichen, jungen Frauen und Männer und informierten rund um Schwangerschaft, Geburt, Hilfeangebote usw.

Mit herausfordernden Fragen und Thesen an Infotafeln wie „Wenn ich erfahre, dass mein Kind behindert ist, bekomme ich es trotzdem.“ oder „Ein behindertes Kind – das muss doch heutzutage nicht mehr sein.“ regten die Beraterinnen die Schülerinnen und Schüler zur Diskussion an. „Wir waren angenehm überascht, wie groß doch die Bereitschaft der jungen Leute – auch der Jungs – war, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen“,  bemerkt Ursula Kunz. Und dass die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler moderner pränataler Diagnostik oder der Option, ein behindertes Baby abzutreiben zu lassen, eher kritisch gegenüberstand.

Der Aktionstag wollte neben dem Impuls-Setzen vor allem der Information dienen, so die Sozialpädagogin: Junge Männer und Frauen sollen wissen, an wen sie sich im Falle einer Schwangerschaft wenden können, wenn sie Fragen haben, Beratung oder Hilfe brauchen.

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