1-jähriges Jubiläum: A³

von Luise Winter

Alkoholakzeptierender Aufenthaltsraum des Diakonischen Werkes Karlsruhe feiert einjähriges Bestehen

Eroeffnung Ahoch3 2018Karlsruhe – 17.09.2018. Der Alkohol-Akzeptierende-Aufenthaltsraum A³ des Diakonischen Werkes Karlsruhe feiert im September bereits das einjährige Bestehen. Er bietet den Besucher*innen tagesstrukturierende Angebote, Freizeitaktivitäten sowie soziale Beratung. Am 20. September sind alle Interessierten herzlich zum Tag der offenen Tür in die Räumlichkeiten in der Schützenstraße 2 eingeladen. Von 10 bis 12 Uhr haben sie die Möglichkeit, mit den hauptamtlichen Mitarbeiter*innen ins Gespräch zu kommen.

Seit Eröffnung des A³ besuchten bereits 6.130 Personen die Einrichtung, darunter 2.056 Frauen. Sie erhalten im A³ an fünf Tagen in der Woche die Möglichkeit, selbst mitgebrachten niedrigprozentigen Alkohol zu konsumieren. Die Einrichtung ist damit im vergangenen Jahr bereits zu einer wichtigen Alternative zum Werderplatz geworden. Im großzügig angelegten Aufenthalts- und Aktivitätsraum stehen eine Computerecke mit Internetzugang, eine Wäschereinigung und -trocknung sowie Zeitungen, Radio, Fernsehen und Bücher zur freien Verfügung. „Wir bieten auch Spiel- und Malangebote und gemeinsames Kochen an,“ berichtet Anita Beneta, die zuständige Bereichsleitung beim Diakonischen Werk Karlsruhe. „Besonders der Tischkicker ist ein sehr beliebtes Angebot, das Gemeinschaft schafft.“

Das A³ ist Anlaufstelle für langzeitarbeitslose und erwerbsunfähige Menschen, die derzeit nicht in der Lage sind, eine Beschäftigung am herkömmlichen Arbeitsmarkt aufzunehmen. „Die individuelle Beratung durch unsere Sozialarbeiterin ist ein bedeutender Bestandteil unserer Arbeit vor Ort,“ so Beneta. „Es ist wichtig, für die einzelnen Problemlagen gemeinsam mit den Betroffenen Lösungsstrategien zu entwickeln, um Erfolge zu erzielen.“

Im vergangenen Jahr konnte die Sozialberatung Klient*innen bereits in den Bereichen Wohnen, Finanzen, Gesundheit, Suchtproblematiken, Verschuldung und Straffälligkeit, Sozialkontakte sowie Familie und Kinder helfen. Aber auch in den Bereichen Beschäftigung und Arbeit sowie in der Entwicklung von neuen Lebensperspektiven mit dem Ziel der (Re-)Integration war die Beratung bereits erfolgreich. Durch die Unterstützung der hauptamtlichen Mitarbeiter*innen konnten zwei Rentner durch Aktivierungsmaßnahmen sowie fünf Sozialstunden Ableistende im A³ beschäftigt werden. Seit Januar 2019 hat das A³ außerdem zwei Plätze als Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung eingerichtet. Ziel dieser Maßnahmen ist es, eine Tagesstruktur mit sinnvoller Beschäftigung zu schaffen und die Personen am Alltag und den Entwicklungsprozessen des A³ zu beteiligen. (lrk)

(Foto: Diakonisches Werk Karlsruhe)

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