Neue Beratungsangebote für Prostituierte in der Region

von Luise Winter

Diakonisches Werk Karlsruhe erweitert Beratungsangebot für Prostituierte in der Region

Karlsruhe – 21.06.2018. Seit Juni hat die Beratungsstelle für Sexarbeitende “luis.e“ des Diakonischen Werkes Karlsruhe ihr Angebot um zwei Projekte erweitert.

Es handelt sich zum einen um das Projekt „Aufsuchende Arbeit in der Region Karlsruhe“. „Die aufsuchende Arbeit konnte bisher ausschließlich in Karlsruhe selbst stattfinden“, berichtet Sozialarbeiterin Julia Henchen. „Durch die finanzielle Förderung des Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg können wir seit Juni auch im Karlsruher Umland Sexarbeitenden unsere Hilfe und Unterstützung anbieten.“ Die Ziele dabei lauten: Sprachbarrieren überwinden, Arbeitssicherheit gewährleisten und Ausbeutung präventiv begegnen.

Neu bei „luis.e“ ist auch das Projekt „Schulungen für Behördenmitarbeiter*innen“. Behörden und soziale Dienste der Stadt Karlsruhe und der Region, die mit der Umsetzung des Prostituiertenschutzgesetzes betraut sind, können sich diesbezüglich von den Kolleginnen der Beratungsstelle schulen lassen. Diese vermitteln fundiert und qualifiziert sowohl grundsätzliches Wissen über Prostitution, zugehörige Gesetze und Sperrgebietsverordnungen als auch zu Leistungsansprüchen für Sexarbeitende. Die Finanzierung durch das Ministerium endet im Dezember 2018. Bereichsleiterin Anita Beneta erklärt: „Wir hoffen, zeigen zu können, dass die Projekte absolut sinnvoll und notwendig sind.“

„luis.e“ ist ein akzeptierendes, wertschätzendes, ergebnisoffenes, anonymes und kostenloses Beratungsangebot des Diakonischen Werkes Karlsruhe für Sexarbeitende und Menschen, welche mit dem Thema Prostitution in Berührung sind. Sie steht diesen Personen in allen Fragen rund um die Gesundheit, bei einem Ausstiegswunsch sowie in juristischen und behördlichen Angelegenheiten zur Verfügung. (lw)

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