Neues Projekt: Nachbarschaftslotsen

von Luise Winter

Das Diakonische Werk Karlsruhe startet das Projekt Nachbarschaftslotsen in der Oststadt

Karlsruhe – 06.09.2019. Das Diakonische Werk Karlsruhe beginnt im September mit dem Projekt Nachbarschaftslotsen in der Karlsruher Oststadt. Zu einem späteren Zeitpunkt wird es dieses Angebot auch in Durlach-Aue geben. Das Projekt wird durch die Finanzierung der Gertrud Maria Doll Stiftung ermöglicht. Die Stiftung unterstützt alleinerziehende Mütter und ältere Menschen in finanziell schwierigen Lebenslagen.

Nachbarschaftslots*innen sind Ehrenamtliche ab 16 Jahren, die sich um Senior*innen aus ihrer Nachbarschaft kümmern. Sie halten Kontakt zu ihnen, nehmen sich Zeit für Gespräche und machen sie auf bestehende Angebote aufmerksam, zu denen sie die Senior*innen auch begleiten. Wer Nachbarschaftslots*in für die Karlsruher Oststadt werden möchte oder als Senior*in kostenfreie Unterstützung durch Lots*innen benötigt, kann sich bei der Koordinatorin Katharina Heinzelmann melden. Sie wird zukünftig die Lots*innen unterstützen und zu regelmäßigen Treffen zum Austausch und zur Vernetzung einladen.

„Ich erhoffe mir, Senior*innen durch das Projekt weiter in das gesellschaftliche Leben des Stadtteils integrieren zu können“, so Katharina Heinzelmann. „Wenn wir es schaffen, hierdurch der Vereinsamung und der Anonymität entgegenzuwirken und die Nachbarschaft und das bürgerschaftliche Engagement zu stärken, können wir mehr als zufrieden mit unserer Arbeit sein.“

Die gebürtige Karlsruherin Heinzelmann hat bereits während ihres Studiums der Sozialen Arbeit praktische Erfahrung in der Senior*innenarbeit und der Ehrenamtskoordination im Quartiersmanagement in Daxlanden gesammelt, die ihr für ihre neue Aufgabe nützlich sein werden. Sie weiß bereits genau, womit sie beginnen wird. „Ich möchte den Stadtteil und seine individuellen Gegebenheiten kennenlernen und im Zuge dessen auch die Menschen, die dort leben. Ich möchte ihre Wünsche und Bedürfnisse in Bezug auf die Nachbarschaft erfahren und mir ein Bild von bereits vorhandenen Angeboten machen“, erklärt Heinzelmann. „Dafür werde ich auch mit den bereits im Stadtteil engagierten Akteuren Kontakt aufnehmen. Hier ist es wichtig, besonders die alltäglichen Anlaufstellen vor Ort wie Apotheken und Ärzte, die mit Senior*innen in Kontakt kommen, zu sensibilisieren und auf das Projekt aufmerksam zu machen.“

Die Idee für das Projekt ist bei einem Workshop der Gertrud Maria Doll Stiftung entstanden, zu dem verschiedene soziale Organisationen eingeladen waren. Ziel des Workshops war es, sich über zukünftige Unterstützungsmöglichkeiten für Senior*innen auszutauschen. Heraus kam dabei die Idee, Senior*innen durch ehrenamtliche Helfer zu begleiten. Der Caritasverband ist seitdem in Daxlanden mit dem „Lotsenprojekt“ aktiv und die Paritätischen Sozialdienste vor allem in Mühlburg mit dem Projekt „In guter Nachbarschaft – Senioren, eine wertvolle Unterstützung“. Die Projekte der verschiedenen sozialen Organisationen sind alle durch die Stiftung finanziert und haben unterschiedliche Schwerpunkte. Zukünftig sind Kooperationen und Austausch zwischen den Projekten vorgesehen. Die Stiftung plant bereits einen Vernetzungsworkshop im neuen Jahr.

Für das Projekt Nachbarschaftslotsen in der Oststadt kann Koordinatorin Katharina Heinzelmann unter heinzelmann@dw-karlsruhe.de und 0162-7656071 kontaktiert werden.

(Text: Diakonisches Werk Karlsruhe/lvk)

Den Flyer für das Projekt finden Sie hier.

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